< Phonemonal > Eine phonizistische Phonorgie

< Phonemonal > Eine phonizistische Phonorgie

Natascha Nikeprelevic ǀ Vocal Artist ǀ Transverbal ǀ Structural ǀ Music ǀ Theatre

F.X.Randomiz -Sound-Installation ǀ Natascha Nikeprelevic – Raum-Installation
Guest of Honour: Michael Vetter

Pressetext

Phonemonal: Raum für Sinnfreiheit
Vom Un-Sinn einer Klangsprache und deren visueller Verlautbarung

Für die Vokalistin und composer-performerin Natascha Nikeprelevic ist Raum verbindlich.
Der Istzustand ist Inbegriff schöpferischer Kraft.
Die Gestaltung einer Bewegung, einer Lautäußerung, eines Gegenstandes, eines Raumes orientiert sie zu allererst an der Sache selbst, also an ihrer Wesenheit direkt.
Dabei ist diese vom Sinnzwang entbunden und in ihren Parametern frei beweglich.

Die Herausforderung im Rahmen der Ausstellung < Phonemonal > Raum nicht nur akustisch, sondern auch visuell anzufüllen, ergreift Natascha Nikeprelevic im Sinne von “total immersion“: Sie sucht (er)spielend den Raum hinter dem, was Sprache auch sein kann. Eine Sprache, bei der es nicht um Verstehen geht, sondern um die Schönheit ihrer Bestandteile, um Sprache in Semantik befreitem Kontext, Buchstaben als Anlass zu Form, Sprache als Spiel, Wörter als Klang.
Gebilde aus Lettern und Zeichen formieren sich an den Wänden zu Kompositionen en miniature, die im Gesamten zur Raum-Partitur werden.
Sie können vom Betrachter auf mannigfaltige Weise gelesen, gesungen, getanzt, interpretiert und gedeutet werden. Oder im Sinne eines erweiterten Aspektes von Lektüre als lautloses musikalisches Ereignis angesehen werden.

Nikeprelevic erklärt die Unmittelbarkeit des Spielens zu einem ernsthaft neuen Genre und lädt in ihrer Ausstellung dazu ein, das Phänomen Sprache als Grundlage einer Spiel-Art zu begreifen, die eine übergangslose Verwandlung von Sprache zu Musik ermöglicht.

Die Aus- und Ineinandersetzung von Sprache jenseits von Bedeutung ist Grundtenor ihrer Arbeiten. Sie studierte Intermediale Improvisation – Musik, Malerei, Theater bei Michael Vetter, dem es mit Hilfe der verschiedensten Medien (Sprache, Malerei, Fotographie, Theater, Musik) um die Realisierung dessen geht, was er “Transverbal“ nennt: Sprache ist Bewegung ist Musik.
Michael Vetter wird zur Vernissage anwesend sein und gemeinsam mit Natascha Nikeprelevic im DUO TRANSVERBAL eine Interpretation der Raum-Partitur hörbar machen.

Mit dem Musiker, Komponist und Klangkünstler F.X.Randomiz arbeitet Nikeprelevic im Duo FU ACUNE zusammen. Für < Phonemonal > wird die Stimme der Vokalistin in eine über die gesamte Dauer der Ausstellung laufende Mehrkanal-Klanginstallation eingebunden. Die Sprache in ihrer Komplexität und Dynamik dient F.X.Randomiz dabei als Maßstab für einen organischen Umgang mit digitalem Soundprocessing.

Die Erforschung des Wesens im Klang ist der Leitfaden seiner zeitlos anmutenden, hybriden Klangästhetik, die einen maximalen Raum für Assoziationen lässt. Stilistisch öffnet er programmatisch die Grenzen zwischen Experiment, Neue Musik, Elektronik, Noise und Pop.

F.X.Randomiz studierte Medienkunst an der KHM Köln. Neben prämierten Hörspielen und Produktionen für Studio Akustische Kunst (WDR3) hat er für mehrere Arbeiten des Künstlers Herwig Weiser die Klanggestaltung übernommen. Die Installation „zgodlocator“ wurde u.a. mit dem Nam June Paik Preis ausgezeichnet.

Vernissage: Freitag, 26. April 2013, 20.00 Uhr
Einführung: Einleitung – Moritz von Rappard
> Performance: Phonorgie – Duo Transverbal
Ausstellung: 27. April bis 10. Mai 2013

Finissage: Freitag, 10. Mai 2013, 20.00 Uhr

> Konzert: Phonemonal – F.X.Randomiz (Sound) // Natascha Nikeprelevic (Stimme)

Die Künstler werden während der Ausstellung anwesend sein und akustisch den Raum in Bewegung halten.
Das tagesaktuelle Programm wird jeweils unter http://www.facebook.com/Natascha.Nikeprelevic bekanntgegeben.
www.natascha-nikeprelevic.de
www.vetter-transverbal.de
www.fxrandomiz.com

GOLGATHA

Bis 20. April 2013
GOLGATHA
Kunst & Religion
Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler:
Ralph Bageritz, Peer Boehm, Verena Bretschneider, Lisa Cieslik, Lutz Ellerbrock,
Roswitha Heckmann, Reinhard Henning, Michael Hooymann, Oliver Jordan,
Siglinde Kallnbach, Marianne Lachnit, Theo Lambertin, Werner Neumann,
Eva Ohlow, Bernhard Patzack, Jürgen Raap, Peter Rech, Michael Royen,
Michael Schulz, Manfred Schüler, Kalman Varady, Heinz Zolper
Laufzeit:    bis 20.04.2013
Geöffnet:  Mo–Fr 10–13 und 14–17 Uhr, Di –19 Uhr
BBK-Stapelhaus, Frankenwerft 35, 50667 Köln, Tel 0221 2582113

Vorankündigung OFFENE ATELIERS 2013

Zum 22. Mal veranstaltet das Kulturwerk des BBK Köln e.V. an drei Wochenenden im September die Tage der Offenen Ateliers.

Die aktuellen Termine:

13.–15. September 2013: Köln Mitte

20.–22. September 2013: Köln linksrheinisch

27.–29. September 2013: Köln rechtsrheinisch

 

ANMELDUNG vom 10. Juni bis 10. Juli 2013 unter

www.offene-ateliers-koeln.de

Die Offenen Ateliers werden durch das Kulturamt der Stadt Köln gefördert und unterstützt durch ausstellungsportal.net